Mehrgenerationshäuser: eine neue, alte Wohnform.
In vergangenen Zeiten war dieses Prinzip des Wohnens ein ganz natürliches. Familien, bestehend aus verschiedenen Generationen lebten meist unter einem Dach bzw. in der näheren Umgebung. Damals war es sicherlich nicht bewußt herbeigeführt und barg, genau wie heute, einige Herauforderungen im Bezug auf die zwischenmenschliche Auseinandersetzung in sich, gab jedoch Halt und Sicherheit.
Eine Gemeinschaft statt reiner Individualismus.
Unsere Lebensweise hat eher zur Trennung der Generationen geführt. Was sicherlich auch in gewisser Hinsicht notwendig war. Wir wir heute sehen, ist dies jedoch auch nicht unbedingt eine Lebensweise, die glücklich und zufrieden macht.
Ich glaube die Sinnhaftigkeit des Lebens wird auch durch den Austausch und dem miteinander Leben gerade in der Verbindung von Generationen hergestellt und empfunden. Jede Generation braucht meiner Meinung nach den Kontakt zur anderen.
Hier geht es um das Leben in Gemeinschaft – dies gibt Halt, um Erfahrungsaustausch, um gegenseitige Unterstützung und vorallem darum, finde ich, das Gefühl zu haben gebraucht zu werden.
Das Leben in einem Mehrgenerationshaus bietet genau diese Aspekte an.
Einsamkeit, Sinnverlust, Scheuklappendenken, Eingefahrenheit und Haltlosigkeit haben in einer solchen Wohnform sicherlich eine geringere Chance sich durchzusetzen.
Wenn ein Art Geben und Nehmen ensteht, die Überzeugung, dass jede Generation von der anderen lernen kann, dann ist ein Mehrgenerationshaus ganz bestimmt die Wohnform der Zukunft.
(Christine Kalis)